DEGAM 2021
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Vortrag - Freie Themen (Live)

Moderatoren: Schmidt , Manuela , (Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland); Wilfling , Denise , (Institut für Allgemeinmedizin, Lübeck, Deutschland)
 
Shortcut: V-15
Datum: Freitag, 17. September 2021, 15:30 - 17:00
Raum: Audimax Seminarraum 2
Sessiontyp: Vortrag

Abstract

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15:30 V-15-01

COVID-19 vaccine hesitancy in people with migratory backgrounds: A cross-sectional study among Turkish- and German-speaking citizens in Munich (#35)

Z. Aktürk1, K. Linde1, A. Hapfelmeier1, 2, R. Kunisch3, A. Schneider1

1 School of Medicine, Technical University of Munich, Institute of General Practice and Health Services Research, Munich, Bavaria, Germany
2 School of Medicine, Technical University of Munich, Institute of Medical Informatics, Statistics and Epidemiology, Munich, Bavaria, Germany
3 School of Medicine, Universitätsklinikum Erlangen, Institute of General Practice, Erlangen, Bavaria, Germany

Hintergrund

There are around 40 thousand people of Turkish origin living in Munich, but there is no data available concerning the status of this subgroup of persons regarding COVID-19.

Fragestellung

This study aimed to investigate the knowledge, attitudes, behaviors, and vaccine hesitancy of people with migratory backgrounds among Turkish- and German-speaking patients in Munich regarding the COVID-19 pandemic.

Methoden

Primary outcomes were the intention to get vaccinated for COVID-19 and COVID-19 knowledge levels (25 true/false items). Other variables included demographics, attitudes to COVID-19 and vaccination (7 items), and behaviors regarding COVID-19 (7 items). The attitude and behavior questions had 5-point Likert scales. Of the 10 Turkish-speaking family physicians in Munich, 6 agreed to administer Turkish or German questionnaires to consecutive patients during February 2021. Participants with either citizenship, country of origin, native language, or place of birth being non-German were categorized as “Having a migratory background.” Data from 420 respondents were analyzed.

Ergebnisse

Women constituted 41.4% (n=174), the mean age was 42.2±15.5 years, 245 (58.3%) preferred the Turkish questionnaire, 348 (82.9%) had a migratory background, and 197 (47.9%) intended to be vaccinated. The mean knowledge, attitude, and behavior scores were 21.5±3.2 (max=25), 3.7±0.8 (max=5), and 4.0±0.5 (max=5). While 42.3% (n=145) of the participants with a migratory background considered getting vaccinated, this proportion was 76.5% (n=52) for non-immigrant Germans (Chi-square=26.818, p<0.001). Non-migratory background (Odds Ratio (OR): 3.082), high attitude scores (OR: 2.877), male sex (OR: 2.185), years of schooling (OR: 1.064), and age (OR: 1.022) were positively associated with vaccination intention.

Diskussion

We suggest initiating or supporting projects run by persons or groups from inside the immigrants targeting to elaborate and change their vaccination attitudes.

Take Home Message für die Praxis

Family physicians caring for patients with Turkish backgrounds should take into consideration that they may have negative attitudes concerning COVID-19 vaccination compared to German natives.

Stichwörter: SARS-CoV, Immigrants, Vulnerable Populations, Inequalities, Vaccination Refusal
15:42 V-15-02

Validierung eines SARS-CoV-2 Antigenschnelltests in hausärztlichen Praxen zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 (#68)

J. Rohde1, W. Himmel2, O. Kurzai3, H. Schrader1, I. Gágyor1

1 Universitätsklinikum Würzburg, Institut für Allgemeinmedizin, Würzburg, Bayern, Deutschland
2 Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Niedersachsen, Deutschland
3 Universität Würzburg, Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Würzburg, Deutschland

Hintergrund

Gegenwärtig gelten PCR-Tests als Goldstandard für die SARS-CoV-2-Diagnostik. Das Ergebnis von PCR-Tests liegt erst Stunden bis Tage nach Testung vor. Ein neues diagnostisches Mittel stellen Point-of-Care-Antigentests (POCT) dar. Diese können direkt in der Praxis durchgeführt werden. Das Ergebnis liegt nach wenigen Minuten vor. Die Angaben der Hersteller zur Spezifität und Sensitivität dieser Tests, welche zumeist aus Labortestreihen ermittelt werden, dürften zu optimistisch und nur bedingt auf die Situation in der Hausarztpraxis übertragbar sein. Zudem ist unklar, inwieweit Dauer und Ausprägung der Symptome Auswirkungen auf die diagnostische Sicherheit haben.

Fragestellung

-Wie präzise ist die diagnostische Leistung (Sensitivität, Spezifität, positiver u. negativer prädiktiver Wert) von POCT?

-Besteht eine Korrelation zwischen Testgenauigkeit und Symptomatik?

-Wie schneiden die POCT bzgl. der praktischen Durchführbarkeit und des diagnostischen Mehrwerts im Vergleich zum PCR-Test ab?

Methoden

In einer prospektiven Validierungsstudie wurden volljährige Personen jeden Geschlechts, welche für eine SARS-CoV-2-Infektion typische Symptome aufwiesen, eingeschlossen. Für den POCT wurde in der hausärztlichen Praxis ein nasopharyngealer Abstrich und als Kontrolle ein nasopharyngealer PCR-Abstrich entnommen. Die Durchführung des POCT erfolgte nach Herstellerprotokoll. Zur Dokumentation der Dauer und Art der Beschwerden füllten Patient*innen einen Fragebogen aus. Ärzt*innen und MFAs wurden zur Durchführbarkeit und zum diagnostischen Mehrwert des POCT befragt.

Ergebnisse

Insgesamt 41 Praxen haben sich beteiligt; wir erwarten ca. 1.500 teilnehmende Patient*innen. Auf Basis der bisher ausgewerteten Daten erreicht der POCT eine Sensitivität zwischen 70 und 80% sowie eine Spezifität von nahezu 100%. Die Resonanz bezüglich der Durchführbarkeit des POCT ist überwiegend positiv. Die Auswertung zur Korrelation zwischen Symptomatik und Testgenauigkeit steht noch aus.

Diskussion

Erste Ergebnisse zeigen eine deutlich geringere Sensitivität des POCT gegenüber der Herstellerangabe von fast 97%. Inwieweit die vorab bestehenden Symptome und/oder eine höhere Vortest-Wahrscheinlichkeit der Hausarztpraxis gegenüber bevölkerungsbezogenen Screenings eine Rolle spielen, wird noch zu bestimmen sein.

Take Home Message für die Praxis

Nach abschließender Validierung müssen gegebenenfalls Chancen und Grenzen von POCT als diagnostische Nachweissysteme überdacht werden.

Stichwörter: Rapid-Antigen-Test, POCT, COVID-19, SARS-CoV-2, Schnelltest
15:54 V-15-03

Das CoVaKo-Projekt: Aktive Erfassung von unerwünschten Ereignissen nach einer COVID-19-Impfung im Vergleich zu anderen Impfungen - Eine Machbarkeitsstudie. (#216)

S. Hueber1, L. Warkentin1, M. Sebastiao1, N. Lippert1, T. Ruppert1, P. Steininger2, K. Überla2, T. Kühlein1

1 Universitätsklinikum Erlangen, Allgemeinmedizinisches Institut, Erlangen, Bayern, Deutschland
2 Universitätsklinikum Erlangen, Virologisches Institut, Erlangen, Bayern, Deutschland

Hintergrund

Klinische Studien zeigen eine hohe Wirksamkeit und Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe. Daten über seltene, aber potenziell schwerwiegende Nebenwirkungen unter realen Bedingungen sind bisher begrenzt. Die zuverlässige Abschätzung von unerwünschten Ereignissen erfordert die aktive Überwachung von Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen häufigen Impfstoffen.

Fragestellung

Die Machbarkeit einer bayernweiten prospektiven Kohortenstudie zur Untersuchung von Nebenwirkungen der COVID-19-Impfstoffe im Vergleich zu anderen Impfstoffen soll evaluiert werden. Der Fokus liegt auf unerwünschten Ereignissen, die ambulante oder stationäre Behandlungen, Medikamenteneinnahme oder Arbeitsunfähigkeit verursachten.

Methoden

Es soll die Durchführbarkeit einer Online-Fragebogenstudie geprüft werden. Die Geimpften werden in Impfzentren oder Hausarztpraxen anhand von Flyern, Postern o.ä. informiert. Die Registrierung erfolgt mit E-Mail-Adresse über einen QR-Code/Weblink auf den Informationsmaterialien. Der Beobachtungszeitraum beträgt 18 Wochen, in denen die Teilnehmer zu verschiedenen Zeitpunkten eingeladen werden, Fragebögen auszufüllen. Erfasst werden: Allgemeiner Gesundheitszustand, medizinische Beschwerden, Arztbesuche oder Krankenhauseinweisungen und Schweregrad der Beschwerden (Langzeitfolgen).
Zur Evaluation der Fragebögen und Rekrutierungsmaterialien wurde ein Pretest mit Online-Fokusgruppen durchgeführt. Es wurden Fragen zu Verständlichkeit, Lesbarkeit, Klarheit des Studienablaufs und Teilnahmemotivation gestellt. Um die Durchführbarkeit des gesamten Prozesses zu testen wird eine erste Gruppe von geimpften Personen rekrutiert. Zudem werden Interviews mit Hausärzten und Mitarbeitenden in Impfzentren durchgeführt.

Ergebnisse

Am Pretest nahmen 14 Personen teil. Folgende Probleme wurden benannt: unklare Frageformulierungen bzw. Begrifflichkeiten (Bsp: Begriff Chargennummer nicht geläufig), Verständlichkeit (zu lange Sätze) oder Lesbarkeit (zu kleine Schrift). Der Fragebogen wurde entsprechend angepasst. An der Machbarkeitsstudie nahmen drei Impfzentren und zehn Hausarztpraxen teil. Nach 8 Tagen hatten sich 279 Personen vollständig registriert. Die Befragung von Hausärzten und den Mitarbeitenden in den Impfzentren steht aktuell noch aus.

Diskussion

Die Studie soll einen wichtigen Beitrag zur Frage leisten, welche Methodik für die Erfassung von unerwünschten Impfstoffreaktionen geeignet ist und wie sich solche Studien in der hausärztlichen Praxis umsetzen lassen.

Take Home Message für die Praxis

Machbarkeitsstudien sind entscheidend, um die Realisierbarkeit von Studien in der realen Versorgung zu testen.

16:06 V-15-04

Keep Coool – Evaluierung einer komplexen Intervention zur Verbesserung des Impfstoffmanagements in Hausarztpraxen (#69)

L. Knepper1, A. Thielmann1, K. Klidis1, M. Wehner1, C. Stieber1, B. Weltermann1

1 Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Hintergrund

Die Wirksamkeit von Impfstoffen kann durch Temperaturen außerhalb des Zielbereichs von +2°C bis +8°C beeinträchtigt werden. Frühere Studien konnten zeigen, dass 68% der Kühlschränke in Hausarztpraxen Temperaturen außerhalb des Zielbereichs erreichen. Die Lagerung der neuen, temperaturempfindlichen mRNA-Impfstoffe zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie erfordern rasch ein gutes Impfstoffmanagement in allen Hausarztpraxen. Durch die Teilnahme an der Online-Fortbildung Keep Cool wurde der Kenntnisstand zur professionellen Impfstofflagerung nachweislich verbessert.

Fragestellung

Verbesserung des Impfstoffmanagements in Hausarztpraxen durch eine komplexe Intervention.

Methoden

In den Hausarztpraxen wird über mindestens drei Tage die Temperatur im Impfkühlschrank mittels Datenlogger kontinuierlich erfasst (Baseline). Danach werden die Temperaturdaten ausgelesen und der Praxis präsentiert. Die Praxismitarbeiter*innen erhalten ein Handbuch zur Impfstofflagerung in Hausarztpraxen, inklusive einer Checkliste zur sicheren Impfstofflagerung und eines Vordrucks für ein Temperaturlogbuch. Eine Institutsmitarbeiterin führt eine zehnminütige Kurzschulung durch. Im Anschluss erhält die Praxis ein digitales Min-Max-Thermometer mit Alarmfunktion, welches gemeinsam installiert wird, und Zugang zur Online-Fortbildung. Der Praxis steht es frei, das Min-Max- Thermometer und die Alarmfunktion zu nutzen. Auch die Online-Fortbildung ist optional. Der Datenlogger wird jeweils nach 6 Wochen und 6 Monaten ausgelesen (Follow-up). Zu diesen Zeitpunkten werden die ausgelesenen Temperaturdaten erneut der Praxis präsentiert (Reinforcement).

Ergebnisse

Das Primäre Outcome ist der Anteil an Kühlschränken mit Temperaturen innerhalb des Zielbereichs nach 6 Wochen. Sekundäre Outcome-Parameter sind die Verbesserung des Kenntnisstands zu Impfstofflagerung, Temperaturen außerhalb des Gefrierbereichs (>/=0°C, >/=-0.5°C), Verbesserung der Lagerungsbedingungen (standardisierten Checkliste) und die Nutzung der einzelnen Interventionselemente.

Diskussion

Die Studie wurde Ende April 2021 begonnen.

Take Home Message für die Praxis

Nur durch ein optimales Impfstoffmanagement kann die Einhaltung der Kühlkette in der Praxis und damit die Wirksamkeit von Impfungen gewährleistet werden.

Stichwörter: Impfung, Impfstoff, Impfstofflagerung, Impfstoffmanagement
16:18 V-15-05

Handlungsfähigkeit von Hausärzt*innen während der COVID-19 Pandemie (#160)

M. Schmidt1, S. Kugai1, N. Amarell1, B. Weltermann1

1 Universitätsklinikum Bonn, Universität Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Hintergrund

Neun von zehn COVID-19-Patienten werden ambulant durch Hausärzt*innen versorgt. Hausärzt*innen haben eine Mehrfachbelastung durch Regelversorgung, Versorgung von COVID-19-Patienten sowie der Anpassung an neue Strukturen und Prozesse. Die hausärztliche Handlungsfähigkeit trotz stetig fluktuierender Vorgaben und Patientenströme beizubehalten, ist von vorrangiger Bedeutung zur Kontrolle der Krankheitsverläufe innerhalb der Bevölkerung und zur Reduzierung des Patientenaufkommens in Krankenhäusern.

Fragestellung

Die Erfassung der Handlungsfähigkeit von Hausärzt*innen während der Pandemie im Hinblick auf unterstützende und erschwerende Faktoren.

Methoden

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ge­för­derten Forschungsprojekt egePan Unimed werden regionale Erfahrun­gen in einer web-basierten Befragung zusammengetragen. Die Fragebögen wurden bundesweit an Hausärzt*innen aus einer geschichteten Zufallsstichprobe und an mit universitären Instituten assoziierte Hausarztpraxen versandt. Inhaltlich werden neue Strukturen und Prozesse aufgrund der Pandemie, die transsektorale Kommunikation und Zusammenarbeit sowie die berufliche Belastung und lessons learned erfragt.  Die quantitativen Daten werden mit deskriptiver Statistik analysiert. Ergänzend werden qualitative Inhaltsanalysen durchgeführt.

Ergebnisse

Es wurden mehrere tausend Hausärzt*innen bundesweit zur Befragung eingeladen, aktuell erfolgen die Rückläufe. Die Ergebnisse werden zum Kongress verfügbar sein.

Diskussion

Die Ergebnisse dienen der Weiterentwicklung des Nationalen Pandemieplans und bringen die hausärztliche Sicht in dessen künftige Gestaltung ein.

Take Home Message für die Praxis

Wird zum Kongress formuliert.

Stichwörter: Pandemic preparedness, bundesweite Befragung, Handlungsfähigkeit, Hausärzte, COVID-19
16:30 V-15-06

Auswirkungen der SARS-CoV-2 Pandemie auf den Berufsalltag von medizinischen Fachangestellten in deutschen Hausarztpraxen: eine qualitative Studie (#188)

A. Dreher1, V. Mambrey1, A. Loerbroks1

1 Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Hintergrund

Die SARS-CoV-2 Pandemie stellt medizinisches Personal weltweit vor besondere Herausforderungen. Erste quantitative Studien zur Situation von MFA in deutschen Hausarztpraxen während der Pandemie beschreiben große Unsicherheit bzgl. korrekten Verhaltens und korrekter Ansprechpartner, Sorge vor einer eigenen Infektion und Belastung durch Ausfall von Kolleg*innen. Es fehlen jedoch qualitative Studien, um ein vertieftes Verständnis für die weitreichenden Umstellungen im Berufsalltag von MFA zu erlangen und um subjektive Ressourcen und Barrieren im Anpassungsprozess besser darstellen zu können.

Fragestellung

Inwiefern hat sich der Berufsalltag von MFA in Hausarztpraxen in Deutschland bedingt durch die SARS-CoV-2 Pandemie verändert? Wie werden diese Änderungen seitens der MFA wahrgenommen? Welche Faktoren wirken sich erleichternd bzw. erschwerend auf den Anpassungsprozess aus?

Methoden

Im Rahmen von semi-strukturierten telefonischen Einzelinterviews wurden MFA aus ganz Deutschland zu ihrer beruflichen Situation seit Beginn der SARS-CoV-2 Pandemie befragt. Hierzu wurde ein Studienaufruf auf der Website des Verbands Medizinischer Fachberufe e.V. veröffentlicht. Weitere Teilnehmer*innen wurden per Snowball-Sampling rekrutiert. Alle Teilnehmer*innen waren im Jahr 2020 durchgängig als MFA berufstätig ohne Arbeitgeberwechsel. Nach Transkription der Audiodateien werden diese inhaltsanalytisch mit Hilfe der Software MAXQDA ausgewertet.

Ergebnisse

Insgesamt wurden im Zeitraum von März bis April 2021 24 telefonische Interviews mit MFA aus deutschen Hausarztpraxen geführt. Die Gesprächsdauer betrug durchschnittlich 38,4 Minuten. Die Studienteilnehmer*innen waren zu 95,8% weiblich mit einem Durchschnittsalter von 40,1 (Min-Max 24-58) Jahren. Die inhaltsanalytische Auswertung der Gespräche durch zwei Analystinnen in mehreren Analyserunden steht noch aus. Die Ergebnisse dieser Auswertung werden bis zum Kongress im September vorliegen.

Diskussion

Die Erkenntnisse dieser Studie können dazu dienen, zukünftig besser auf schnelle Veränderungen im Praxisalltag infolge einschneidender Ereignisse zu reagieren.

Take Home Message für die Praxis

Diese Studie liefert möglicherweise Hinweise für Arbeitgeber in Hausarztpraxen dahingehend, welche Hilfestellungen MFA während einer Pandemiesituation benötigen und auch Hinweise dazu, welche Veränderungen nach Ende der Pandemie im Praxisalltag beibehalten werden könnten.

Stichwörter: MFA, SARS-CoV-2, Qualitative Studie, Hausarztpraxis